Geruchsbelästigungen beim Streichen vermeiden – gute Tipps für ein frischeres Raumklima

Geruchsbelästigungen beim Streichen vermeiden – gute Tipps für ein frischeres Raumklima

Ein neuer Anstrich kann einem Raum im Handumdrehen ein frisches Aussehen verleihen – doch der typische Farbgeruch ist oft weniger willkommen. Viele Menschen reagieren empfindlich auf die Dämpfe, die beim Streichen entstehen: Kopfschmerzen, gereizte Augen oder einfach ein unangenehmes Raumklima sind keine Seltenheit. Mit der richtigen Vorbereitung und den passenden Produkten lässt sich das jedoch vermeiden. Hier erfahren Sie, wie Sie beim Streichen für frische Luft sorgen.
Die richtige Farbe auswählen
Der wichtigste Schritt zu einem geruchsarmen Streicherlebnis ist die Wahl einer Farbe mit geringem Anteil an flüchtigen organischen Verbindungen (VOC). Diese Stoffe verdampfen beim Trocknen und sind die Hauptursache für den intensiven Geruch.
- Wasserbasierte Farben sind für Innenräume die beste Wahl. Sie enthalten deutlich weniger Lösungsmittel als lösemittelhaltige Farben und riechen daher kaum.
- Umweltzeichen beachten: In Deutschland sind das Blauer Engel oder EU Ecolabel verlässliche Orientierungshilfen. Sie garantieren, dass die Farbe sowohl umwelt- als auch gesundheitsschonend ist.
- Auf Zusätze verzichten: Farben ohne Parfüm oder unnötige Zusatzstoffe sind besonders für empfindliche Personen geeignet.
Auch geruchsarme Farben können während des Trocknens leicht riechen – gute Belüftung bleibt also unerlässlich.
Für ausreichende Belüftung sorgen
Frische Luft ist das A und O für ein angenehmes Raumklima beim Streichen. Je besser der Luftaustausch, desto schneller verfliegt der Geruch.
- Öffnen Sie Fenster auf gegenüberliegenden Seiten, um Durchzug zu erzeugen.
- Unterstützen Sie die Luftzirkulation mit einem Ventilator.
- Halten Sie Türen zu anderen Räumen geschlossen, damit sich der Geruch nicht in der ganzen Wohnung verteilt.
- Lüften Sie auch nach dem Streichen regelmäßig – am besten über mehrere Stunden oder Tage hinweg.
Wenn es die Temperaturen zulassen, können Sie die Fenster über Nacht gekippt lassen. Das beschleunigt die Trocknung und sorgt für frische Luft am nächsten Morgen.
Den Raum gut vorbereiten
Eine gründliche Vorbereitung erleichtert nicht nur die Arbeit, sondern hilft auch, Gerüche zu vermeiden. Räumen Sie möglichst viele Möbel aus dem Zimmer und decken Sie verbleibende Stücke mit Folie oder alten Laken ab. So verhindern Sie, dass Textilien den Farbgeruch aufnehmen.
Reinigen Sie die Wände vor dem Streichen von Staub, Fett und Schmutz. Saubere Oberflächen sorgen für bessere Haftung und kürzere Trocknungszeiten – und damit für weniger Geruch.
Das richtige Werkzeug verwenden
Gutes Werkzeug macht sich bezahlt. Billige Pinsel oder Rollen können Fasern oder chemische Rückstände abgeben, die den Geruch verstärken.
- Verwenden Sie Pinsel und Rollen, die für wasserbasierte Farben geeignet sind.
- Tragen Sie Handschuhe, um Hautkontakt mit der Farbe zu vermeiden.
- In schlecht belüfteten Räumen kann eine Atemschutzmaske sinnvoll sein.
Nach dem Streichen sollten Sie Pinsel und Rollen gründlich mit Wasser und etwas Seife reinigen – am besten in einem Eimer, nicht direkt im Waschbecken, um Farbreste nicht ins Abwasser zu spülen.
Der Farbe Zeit zum Aushärten geben
Auch wenn die Wände nach wenigen Stunden trocken wirken, kann die Farbe noch mehrere Tage ausdünsten. Warten Sie daher mit dem Einräumen der Möbel, bis der Raum vollständig trocken und geruchsfrei ist.
Wenn möglich, schlafen Sie in der ersten Nacht nach dem Streichen in einem anderen Zimmer. So vermeiden Sie unnötige Belastung durch Restdämpfe.
Natürliche Mittel gegen Farbgeruch
Sollte nach dem Streichen noch ein leichter Geruch in der Luft liegen, helfen einfache Hausmittel:
- Stellen Sie Schalen mit Essig oder Kaffeebohnen auf – sie neutralisieren Gerüche effektiv.
- Aktivkohle oder Natron in kleinen Behältern binden Geruchsstoffe.
- Duftfreie Kerzen können durch ihre Wärme helfen, die letzten Dämpfe zu vertreiben.
Verzichten Sie jedoch auf stark parfümierte Duftkerzen oder Raumsprays – sie überdecken den Geruch nur und können die Luft zusätzlich belasten.
Frische Luft für ein gesundes Zuhause
Streichen muss nicht mit tagelangem Farbgeruch einhergehen. Mit umweltfreundlicher Farbe, guter Belüftung und etwas Vorbereitung schaffen Sie ein schönes Ergebnis und ein angenehmes Raumklima. So wird Ihr Zuhause nicht nur optisch, sondern auch atmosphärisch rundum erneuert.











